Das Restaurieren beschädigter Sammelstücke


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Natürlich wird jeder Papiergeldsammler bemüht sein, möglichst viele Scheine in perfektem Zustand zu erwerben. Beim Sammeln von Papiergeld müssen allerdings andere Maßstäbe angewendet werden als etwa beim Briefmarkensammeln. Eine Briefmarke ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt und wird meist gleich in eine Sammlung gegeben, nachdem sie vom Papier gelöst wurde. Oder sie wird direkt am Schalter gekauft und in druckfrischem Zustand gesammelt. Daher zeigen Briefmarken in der Regel keinerlei Gebrauchsspuren. Papiergeld ist dagegen für einen längeren Umlauf bestimmt. Außer bei Banknoten des eigenen Landes, die in ungebrauchtem Zustand am Bankschalter erhältlich sind, muss sich der Sammler von Papiergeld meist mit Scheinen zufrieden geben, die mehr oder weniger starke Spuren des Umlaufs aufweisen. Der Erwerb von kassenfrischen Noten aus anderen Ländern ist oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Es ist daher selbstverständlich, dass Scheine mit unterschiedlich starken Gebrauchsspuren in verschiedene Wertkategorien eingeteilt werden. Dabei bleibt es jedem Sammler selbst überlassen, zu entscheiden, welche Stücke er in seine Sammlung aufnehmen will und welche nicht.

Der Sammler kann den Zustand beschmutzter oder beschädigter Stücke mit einigem Geschick verbessern. Leichte Verschmutzungen können mit einem weichen Radiergummi beseitigt werden. Auch durch das Einlegen der Noten in ein Wasserbad, das ein mildes Reinigungsmittel enthält (wie es auch von Briefmarkensammlern benützt wird), können manchmal gute Ergebnisse erzielt werden. Vorsicht ist dabei jedoch bei Noten geboten, die eine Aufschrift mit Tinte tragen oder die mit Klebemarken versehen sind. Zerknitterte Geldscheine, oder solche mit Falten können ebenfalls in ein Wasserbad gegeben und anschließend gepresst werden. Von der Verwendung eines Bügeleisens wird abgeraten, da sich das Papier dann wellt.

Risse dürfen auf gar keinen Fall mit Tesafilm repariert werden. Die Streifen verziehen sich nämlich leicht und verändern im Lauf der Zeit ihre Farbe. Außerdem können sie nur mit allergrößten Schwierigkeiten wieder entfernt werden, wobei eine Beschädigung des Papiers oder des Aufdrucks meist unvermeidlich ist. Das beste Material zum Reparieren von Rissen sind selbstklebende, transparente Papierstreifen, die man vor der Verwendung anfeuchten muss.

Es gibt Sammler, die mit großem Geschick unansehendliche Flecken entfernen, Risse kleben und fehlende Teile ersetzen. Bevor man sich jedoch an eine solche Arbeit wagt, sollte man zunächst an billigen Stücken üben, deren Verlust man verschmerzen kann. Schwierige Arbeiten auf diesem Gebiet sollte man allerdings erfahrenen Restauratoren überlassen, vorausgesetzt der Wert der Note rechtfertigt diesen Aufwand.

               

Beispiel für das Anbringen eines selbstklebenden Streifens                                      Detail          

 

          

Beispiel für die Restauration eines beschädigten Scheins                        Detail              

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